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Foto (sik): Grund zur Freude hatte
der Chor der evangelischen Kirche Wasseralfingen am Sonntag. Vor 120 Jahren
wurde der Kirchenchor der Magdalenenkirche, heute unter der Leitung von
Kantorin Dagmar Barsacq, gegründet.
Der evangelische Kirchenchor Wasseralfingen feierte sein 120-jähriges Bestehen mit einem festlichen Gottesdienst am Sonntag
Auf seine 120-jährige Geschichte blickte der Chor der evangelischen Kirche Wasseralfingen am Sonntagvormittag zurück. In einem festlich gestalteten Gottesdienst, in dem der Chor sein gesangliches Können unter Beweis stellte, feierte man mit der ganzen Gemeinde.
Aalen-Wasseralfingen. „Wir haben hier lauter Gotteslober“, sagte Pfarrer Bernhard Richter im Gottesdienst, der dem Kirchenchor gehörte. Eine große Gemeinde war zusammengekommen, um gemeinsam mit der traditionsreichen Sängerschaft zu feiern. Chormitglied Frieder Lindenau blickte auf die Anfänge der Kirchenmusik in der evangelischen Kirche zurück.

Im Jahr 1891 bewilligte König Karl von Württemberg eine
selbständige evangelische Pfarrei in Wasseralfingen. Es wurde festgehalten,
dass beim Gründungsgottesdienst ein Chor gesungen hat. Der evangelische
Kirchenchor.
Seither begleiten die Sängerinnen und Sänger die liturgischen Feiern und
bereichern damit die Gottesdienste. „Sie geben ein Zeugnis des Glaubens in
ihrem Gesang“, führte Pfarrer Richter, in Vertretung für seine Frau Pfarrerin
Ursula Richter, die sich momentan in Rehabilitation befindet, aus.
Zudem sei der Wasseralfinger Kirchenchor eine wertvolle Gemeinschaft. Der
Gesang schaffe über den Text hinaus eine Ebene, in der das Gefühl angesprochen
werde.
Momentan zählt der Chor, den Kantorin Dagmar Barsacq leitet, knapp 30
Mitglieder, die mit Freude und Engagement ihre Stimmen zusammenführen. Daneben
lerne man, wie Frieder Lindenau es ausdrückte, wertvolle Chorliteratur,
Vokalkultur und ein Stück Heimatgut kennen. Das Mitmachen und Sich-Einbringen
zähle dabei.

Am Sonntag erfreute der Chor mit der kleinen Orgelmesse von
Joseph Haydn. An der Orgel begleitete Sabine Ott-Seeling, ein Streicherensemble
mit Isolde Schmerek an der Spitze lieferte die instrumentalen Klangfarben. Die
liebliche Tonsprache des Komponisten spiegelte sich in der freundlichen,
dennoch disziplinierten stimmlichen Ausstrahlung des Chores wider.
Mit der herrlichen Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix
Mendelssohn-Bartholdy eröffnete die Sängerschaft den Gottesdienst. Achtstimmig
schlossen sie in Johann Pachelbels „Nun danket alle Gott“. Im Anschluss an den
Gottesdienst wurden langjährige Chormitglieder geehrt und mit einem Stehimbiss
der Festtag gefeiert. sik

Feierliche Verabschiedung des Pfarrerehepaars Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch in der Magdalenenkirche
In einem feierlichen Gottesdienst hat sich das Pfarrerehepaar Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch von der Wasseralfinger und der Hüttlinger Kirchengemeinde verabschiedet. In den vielen, herzlichen Grußworten wurde deutlich, wie engagiert die beiden in den vergangenen knapp neun Jahren ihre Berufung ausgefüllt haben.
Aalen-Wasseralfingen.
Der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Wasseralfinger Magdalenenkirche war so
gut besucht, wie sonst nur zu Weihnachten. Der Anlass war für viele jedoch eher
ein etwas trauriger. Das Pfarrerehepaar Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch
verlassen zum Monatsende die Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen in
Richtung Schwarzwald.

Am 1.
November werden sie in Ostelsheim im Dekanat Calw ihren Dienst antreten. Doch
zuvor haben sie sich in einer über dreistündigen Feier mit
Abendmahls-Gottesdienst von der hiesigen Gemeinde verabschiedet.
Bereits der Gottesdienst unterstrich das Wirken der beiden Seelsorger für
Kinder, Jugendliche und Familien; aber auch das Engagement für Ghana und den
dortigen Partnerbezirk mit der Presbytery Akyem Abuakwa in Ghana von Heike
Ehmer-Stolch. Die stellte in ihrer Predigt (2. Epheserbrief) am
Partnerschaftssonntag das Haus in den Mittelpunkt. Das Haus als
Existenzgrundlage, als Ort der Geborgenheit, des Rückzugs und der Heimat. „Gott
muss ein Schwabe sein“, sagte die Pfarrerin mit Blick auf die hiesigen
Häuslebauer und dass auch Gott in ein „Großprojekt“ investiere. In dessen Haus
seien die Türen und Fenster weit geöffnet und das Treiben bunt. Gleichzeitig
sei er aber auch eine umtriebige Ghanaerin, schlug Heike Ehmer-Stolch den Bogen
nach Afrika. Sie mahnte die Gläubigen den Menschen dort auf Augenhöhe zu
begegnen. Respekt und Partnerschaft seien auf beiden Seiten gefragt.
Wie offen auch im Bereich der Ökumene das Pfarrerehepaar ist, zeigte die
explizite Aufforderung an die Vertreter der katholischen Schwestergemeinde auch
am Abendmahl teilzunehmen, ehe sich die Grußworte anschlossen.

Ein „historisches Dokument“, den Gemeindebrief, in dem sich die zwei Seelsorger
im April 2003 erstmals vorgestellt haben, hatte Diakon und Kirchengemeinderatsvorsitzender
Jörg Dolmetsch im Gepäck. Es dürfe in unserer Kirchengemeinde ein neues Muster
entstehen, mit neuen Farben, sei dort zu lesen. „Dafür habt Ihr gesorgt“,
meinte der Diakon. Ein farbenprächtiges Bild sei entstanden, mit Hilfe von K 3-
und K 8-Kindern, mit Schulkindern über den Religionsunterricht und Familien.
Und auch die ghanaischen Partnerinnen und Partner hätten mit an dem Bild
gearbeitet. Bei all diesem sei aber das diakonische Gepräge nicht zu kurz
gekommen. Dolmetsch erinnerte an das Umweltzertifikat „Grüner Gockel“.

„Wir werden die Ghana-Arbeit neu aufstellen müssen“, sagte der Vorsitzende des
Kirchenbezirks Heinz Schmidt. Er dankte auch im Namen von Dekan Ralf Drescher
(der war zur gleichen Zeit beim CVJM-Jubiläumsgottesdienst) für den Mut und die
Ideen, mit denen Heike Ehmer-Stolch und Jochen Stolch ihr kirchliches Wirken
vorangetrieben hätten. Gleich drei Vertreter zählte die Abordnung der
katholischen Schwesterkirchengemeinde St. Stefanus. Pfarrer Harald Golla
betonte, wie sehr er es bedauere, dass mit den „Stolchs“ auch Ökumeniker die
Stadt verlassen. „Ökumene ist mehr als große Gesten und Zeichen“, sagte der
Priester. Ökumene zeige, was im Alltag möglich ist. Bei gemeinsamen Hochzeiten,
bei Schulgottesdiensten oder bei der Bibelwoche. Gemeinsam habe man eine
Vertrauensbasis geschaffen, die Grundlage für die Ökumene.

Weitere Grußworte sprachen Ortsvorsteherin Andrea Hatam, Erika Probst für den
ghanaischen Partnerschaftsverein, Achim Falkenberg für die Tal-, die
Braunenbergschule und Schuldekan Meinhardt, für den Mittwochsfrauenkreis
Heidrun Bauer und für die Marienhöhe Carmen Wolfsteiner.

Der
Kirchenchor unter der Leitung von Dagmar Barsacq und an der Orgel Sabine
Ott-Seeling umrahmten die Feier musikalisch.
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